Trauer & Gedenken: Erinnerung sichtbar machen
Trauer verläuft bei jedem Menschen anders, doch fast überall helfen Rituale und Orte, an denen die Erinnerung einen festen Platz findet. Das kann die Grabstelle auf dem Friedhof sein, eine Ecke im Wohnzimmer oder ein Platz im Garten. Grabengel mit Inschrift, Licht oder Bilderrahmen schmücken das Grab, Tierurnen nehmen die Asche eines Haustiers auf. Auch als stilles Geschenk an Trauernde sagt ein Engel oft mehr als viele Worte; weitere Motive zeigen die Erzengel-Figuren und die christlichen Figuren.
Allerheiligen und Totensonntag
Im November ist das Gedenken an die Verstorbenen fest im Kalender verankert. Katholische Totengedenkbräuche konzentrieren sich auf Allerheiligen am 1. November und Allerseelen am 2. November; besonders an Allerseelen wird der Verstorbenen gedacht, vielerorts werden die Gräber bereits an Allerheiligen besucht und geschmückt. In der evangelischen Kirche ist der Totensonntag, auch Ewigkeitssonntag genannt, am letzten Sonntag vor dem ersten Advent der zentrale Gedenktag. Zu diesen Tagen werden vielerorts Grablichter entzündet; beleuchtete Grabengel mit LED- oder Solarlicht sind eine Alternative zu offenen Flammen. Weil der Grabschmuck in dieser Zeit in den Winter geht, lohnt ein Blick auf die Witterungsangaben der jeweiligen Figur.
Gedenken an ein Haustier
Ein Tier, das über Jahre zur Familie gehört hat, hinterlässt eine spürbare Lücke. Viele Tierhalter sprechen davon, ihr Tier sei „über die Regenbogenbrücke gegangen“ – ein Bild aus einem weit verbreiteten Gedicht, dessen Ursprung und Verfasser nicht eindeutig geklärt sind. Es beschreibt eine Wiese vor dem Himmel, auf der verstorbene Tiere auf ihre Menschen warten. Ob die Asche zu Hause bleibt oder im Garten beigesetzt wird, entscheidet jede Familie für sich; ein kleiner Grabengel kann dabei auch die Grabstelle eines Tieres schmücken.