Hinduistische Götter Figuren: Brahma, Vishnu und Shiva
Eine bekannte Dreiheit des Hinduismus ist die Trimurti aus Brahma, Vishnu und Shiva. Brahma gilt als Schöpfer und wird meist mit vier Köpfen auf einer Lotusblüte dargestellt, Vishnu als Erhalter der Welt, der in verschiedenen Avataren wie Rama und Krishna auf die Erde kommt, und Shiva als Zerstörer und Erneuerer. An ihrer Seite stehen ihre Gefährtinnen: Saraswati, Göttin des Wissens und der Künste, Lakshmi und Parvati. Vishnu ruht der Überlieferung nach auf der vielköpfigen Schlange Shesha; in manchen Überlieferungen gilt Lakshmana, der Bruder Ramas, als Inkarnation Sheshas.
Shiva Figuren: Nataraja, Nandi und Lotus
Shiva erscheint in vielen Gestalten. Als Nataraja, König des Tanzes, tanzt er in einem Flammenkreis den kosmischen Tanz von Schöpfung und Zerstörung. Andere Figuren zeigen ihn meditierend auf der Lotusblüte, mit vier Armen oder auf seinem Reittier, dem Stier Nandi. Typische Attribute sind der Dreizack, die Mondsichel im Haar und das dritte Auge auf der Stirn.
Krishna, Durga, Kali und Hanuman
Krishna, ein Avatar Vishnus, wird oft als Kind dargestellt, das heimlich Butter nascht, oder gemeinsam mit seiner Geliebten Radha. Durga reitet auf einem Tiger und besiegt in der bekanntesten Erzählung den Büffeldämon Mahishasura; ihr ist das Fest Durga Puja gewidmet. Kali gilt als machtvolle Form der Göttin, die mit Zeit und Wandel verbunden wird. Hanuman, der Affengott, ist im Epos Ramayana treuer Gefährte Ramas und Sinnbild für Stärke und Hingabe, Kubera wacht als Gott des Reichtums über die Schätze der Götter.
Ganesha und Lakshmi
Die beiden am häufigsten verehrten Gottheiten haben eigene Kategorien: Ganesha Figuren zeigen den elefantenköpfigen Gott sitzend, tanzend oder musizierend, Lakshmi Figuren die Göttin des Wohlstands auf der Lotusblüte. Buddha, Feng Shui und Yoga gibt es im Bereich Asien & Spiritualität.
Häufige Fragen zu hinduistischen Göttern
Wie viele Götter gibt es im Hinduismus?
Eine feste Zahl gibt es nicht. Schon alte vedische Texte nennen Gruppen von 33 Gottheiten, während spätere hinduistische Traditionen eine große Vielfalt göttlicher Gestalten und Erscheinungsformen kennen. Je nach Glaubensrichtung stehen unterschiedliche Gottheiten im Mittelpunkt; manche Traditionen verstehen die vielen Formen zugleich als Ausdruck einer übergeordneten göttlichen Wirklichkeit.
Wer ist der höchste Gott im Hinduismus?
Das hängt von der Tradition ab. Im Vishnuismus gilt Vishnu als höchster Gott, im Shivaismus Shiva, im Shaktismus die Göttin in ihren Formen wie Durga oder Kali. Daneben gibt es Strömungen, die alle Gottheiten als Aspekte einer einzigen göttlichen Wirklichkeit verstehen.
Warum werden manche hinduistische Götter blau dargestellt?
Vor allem Vishnu und seine Avatare Krishna und Rama werden häufig mit blauer Haut dargestellt. Die Farbe wird unter anderem mit Weite und Unermesslichkeit wie Himmel und Ozean verbunden. Shiva erscheint in moderner Bildkunst ebenfalls teilweise blau; charakteristisch ist jedoch vor allem seine blaue Kehle. Einer bekannten Erzählung zufolge trank er ein gefährliches Gift, um die Welt zu retten, und hielt es in seiner Kehle zurück.
Warum hat Shiva ein drittes Auge?
Das dritte Auge auf Shivas Stirn wird als Symbol für Einsicht und Wissen jenseits der gewöhnlichen Wahrnehmung gedeutet. Einer bekannten Erzählung nach öffnete Shiva es im Zorn und verbrannte damit Kama, den Gott der Liebe, als dieser ihn bei seiner Meditation störte.